Zigeuner

 

 

Zigeuner - 14 unvergeßliche Jahre           

 

 

Zigeuner in Falkensee Februar 1997....

 
 
 
 
 
 
 
 
Zigeuner habe ich am 13. Mai 1992 kennengelernt.
Hier erzähle ich unsere Geschichte.
 
 
Meine Liebe zu den Pferden habe ich über die Musik gefunden.
Hört sich bestimmt merkwürdig an, doch so war es wirklich.
Eigentlich hatte ich schon immer recht große Angst vor Pferden.
Nun fragt man sich; wieso ich mir dann 2 Pferde zugelegt habe.
Das kam durch eine Freundin mit dem Namen Kathrin.
Sie ist die jüngste Tochter meines damaligen Arbeitgebers.
Zu der Zeit bin ich bei uns im Ort Taxi gefahren.
Wenn ich die Zentrale zu Hause bei mir hatte, habe ich Kathrin des öfteren zu ihren Pferden gefahren. 
Mit der Zeit haben wir uns angefreundet.
So kam es dann, das sie gerne durch mich das Gitarrenspiel erlernen wollte. 
Ich habe ihr daraufhin ein paar Grundkenntnisse im Gitarrenspiel vermittelt. 
Sie wollte mir dafür etwas bezahlen, doch davon wollte ich nichts hören.
Dann hatte sie die glorreiche Idee, mir das Reiten beizubringen; ausgerechnet mir. 
 
 
 
 
 
 
 
 
Sie besaß damals eine Stute mit dem Namen Dangie.
Na ja, ich bin ja nun schon öfter mit ihr am Stall gewesen, und Dangie war wirklich brav, aber mulmig war mir trotzdem dabei. Außerdem wollte ich nicht als der große Feigling vor einer 12-jährigen da stehen.
Kathrin führte mich langsam an Dangie heran, erklärte mir viel und zeigte mir den Umgang mit dem Pferd. 
Ich bekam langsam Spaß daran und wollte es dann auch mal mit dem Reiten ausprobieren.
Gesagt, getan...
Wir sind mit Dangie zum Reitplatz gegangen und ich bin aufgestiegen.
Wow, war das ein Gefühl.
Nun lief ich erst mal an der Longe ohne Zügel, um das Gleichgewicht zu finden und Kathrin zeigte mir wie ich richtig sitze.
Ich war mit Eifer dabei.
 
 
 
 
 
Von nun an waren wir täglich am Stall und jeden Tag wurde ich mutiger.
Mit der Zeit stellte sich nun der Wunsch bei mir ein, ein eigenes Pferd zu haben.
Ich stellte mir wunderschöne Ausritte in der Natur vor, und so nahm es seinen Lauf.
 
 
 
 
Am nächsten Wochende suchten wir in der Zeitung den Tiermarkt durch, schauten uns ein paar Pferde an, und dann trafen wir Zigeuner.
Er gefiel mir auf Anhieb.
Na ja, ohne viel von ihm zu wissen oder ihn zur Probe zu reiten habe ich ihn vom Fleck weg gekauft.
Wir gaben ihn ein paar Tage Zeit, sich in der neuen Herde einzuleben, und dann am nächsten Wochenende ging es los.
Wir wollten reiten; und nun mussten wir feststellen, das er im Umgang sehr schwierig war.
Es war ja eigentlich schon recht verrückt, eine 12-jährige und eine Erwachsene die null Plan von Pferden hat, losziehen zu lassen um ein Pferd zu kaufen.
Na ja, es zeigte sich nun was wir da gekauft haben, ein ziemlich gefährliches Tier.
Er trat, er biß und stieg, man kam kaum an ihn ran.
Zum Glück war ich aber nicht allein, Kathrin unterstützte mich soweit es ging.
Zu zweit ging es dann,einer fütterte ihn zur Ablenkung, der Andere putze und sattelte flugs, und einiges haben wir einfach gelassen; wie z. B. Hinterhufe auskratzen, denn das war einfach gefährlich.
Ich setzte mich noch einmal mit den Verkäufer in Verbindung, doch als sie erfuhren um was es mir ging, da waren sie plötzlich nicht mehr erreichbar.
Egal, wir haben dann allein weiter gemacht.
So langsam kamen wir ja mit Zigeuner zurecht.
Mit der Zeit wollte ich aber auch allein reiten gehen, aber das ging nun gar nicht; er machte mit mir was er wollte, und irgendwann hatte ich nur noch Angst vor ihm.
Dann habe ich ihn eine Weile einfach laufen lassen.
 
 
  
 
 
Aber damit war ich auch nicht zufrieden; ich hatte ein Pferd und wollte endlich reiten.
Also musste ich meinen inneren Schweinehund überwinden.
Ich nahm allen Mut zusammen, ging zum Stall und holte mir Zigeuner, das heißt, ich habe es versucht, er hat mal wieder gemacht was er wollte.
Ich wollte schon aufgeben, aber dann besann ich mich anders.
Zum ersten Mal setze ich mich durch.
Ich glaube Zigeuner war genauso verblüfft wie ich.
Von diesen Tage an ging es besser mit uns.
Jeden Tag erreichten wir ein bisschen mehr.
Wir haben uns nun auf einer anderen Ebene kennengelernt.
Mit der Zeit vertraute er mir und ich ihm auch.
Ich recherchierte in seinem Leben und musste feststellen, das er bisher nicht gut behandelt wurde.
Sein Verhalten war auch Angst, Angst vor Menschen, denn mit ihnen hatte er bisher keine guten Erfahrungen gemacht.
Mit diesem Wissen konnte ich nun anders mit ihm arbeiten.
 
 
 
 
Wir fingen noch mal ganz von vorne an.
Ich las mir viel Wissen an und versuchte es umzusetzten, mal ernst, mal spielerisch.
Aber es hat sich gelohnt, wir haben beide dazu gelernt.
Mit der Zeit wurde ich mutiger und sicherer im Umgang mit ihm, und er lernte, das ich ihm nichts böses wollte und arbeitete mit.
Wir brauchten ganze 6 Jahre, bis wir uns gegenseitig voll und ganz vertrauten.
Aber diese Jahre waren auch sehr schön, wir haben in der Zeit beide viel gelernt.
Klar, es gab auch immer mal wieder schlechtere Tage, aber wir haben sie gemeinsam gemeistert und uns weiterentwickelt.
Er hat sich wirklich zu einem super Pferd entwickelt.
 
 
  
 
Wir unternahmen Ausritte, übten uns in Zirkuslektionen, unternahmen kleine Wanderritte oder auch Tagesritte, spielten mit anderen Reitern verstecken im Wald oder genossen einfach unser beisammensein.
Es war eine super schöne Zeit und wir wurden unzertrennlich.
Das Zigeuner und ich uns so entwickelt haben, darauf bin ich wirklich stolz.
Wie viele Menschen (Hufschmiede, Freunde) haben mir geraten ihn zu verkaufen, weil er zu gefährlich sei, aber ich habe ihn behalten und wir wurden ein unschlagbares Team.
Aus einem ängstlichen, „gefährlichen“ Pferd wurde ein kinderfreundliches, Anfängerpferd, das im Gelände eine Lebensversicherung war. Aus einer ängstlichen Anfängerin wurde eine selbstbewusste, stolze Reiterin.
 
 
 
 
 
 
An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal bedanken:
 
 
Einmal bei Kathrin:
Sie hat wirklich viel Geduld mit mir gehabt, und für all ihre Unterstützung im Umgang mit Zigeuner.
 
Dann bedanke ich mich bei allen anderen Personen, die mich in irgendeiner Art und Weise unterstützt und ermutigt haben nicht aufzugeben.
 
Und natürlich möchte ich mich bei Zigeuner bedanken, für eine wunderschöne Zeit, die ich mit ihm erleben durfte und  für sein Vertrauen zu mir.
 
Zudem möchte ich mich bedanken bei:
 
Martina S., Tina H. und Petra S.
Ihre Idee war es,diese Website zu erstellen.

Danke Euch allen !
 
 
 
 
 

                                                     

 

Zigeuner und ich in Falkensee...

        

  

 

Zigeuner und ich Mai 2000 in Reken.....

 ....vor dem Ausritt..... 

 

 

                                                                                                  ....in Velen 1999....

                                     ....immer dieses posieren für das Album.....

       

 

 

 

 

Lieben Gruß

Dagmar

  


 

 


 

 



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