
Wie verhalte ich mich...
Wie habe ich mich entwickelt...
Ich bin Thabita.
Zu Dagmar kam ich 1999 im Alter von 1,5 Jahren.
Bei ihr im Stall lernte ich dann auch ihren Zigeuner kennen.
Er war ein ziemlicher Einzelgänger und hat sich gar nicht für mich interessiert.
Aber zum Glück waren noch viele andere Pferde und Ponies da mit denen ich spielen konnte.
Im Mai 2001 zogen wir mit Dagmar und ihrer Freundin nach Goxel.
Dort bezogen die Beiden ein großes Bauernhaus mit eigenen Stall und Wiesen für Zigeuner und mich.
Die Beiden arbeiteten viel an unseren Wiesen und unserem Stall, so das wir es richtig gemütlich hatten.
Und wir wurden echt verwöhnt, immer hatten sie nette Ideen und Leckereien für uns.
Von nun an konnte ich Zigeuner von einer anderen Seite kennenlernen.
Da wir nun zu zweit waren interessierte er sich nun doch für mich.
Ich hatte mir auch schon ehrlich Sorgen gemacht das mein Charme mich verlassen hat.
Na ja, auf jeden Fall hatten wir ne Menge Spaß zusammen.
Ich konnte von Zigeuner lernen, denn er war sehr ruhig und besonnen.
Wenn er bei mir war hatte ich keine Angst vor irgendwas.
Und Zigeuner lernte bei mir wie man spielt und ausgelassen sein kann, und daß das auch mal Spaß machen kann.
So verbrachten wir 2,5 Jahre zusammen, in denen wir richtig doll zusammen wuchsen.
Nach diesen 2,5 Jahren trennten Dagmar und ihre Freundin sich und gaben das Haus auf.
Daraufhin brachte Dagmar uns in dem alten Pensionsstall wieder unter.
Auch hier blieben wir ein Team.
Zigeuner war nun nicht mehr der Einzelgänger wie früher, aber nen bißchen memmig war er schon noch.
Aber hat ihn jemand geärgert bin ich hin und hab Zigeuner geholfen.
So verbrachten wir noch einige Zeit bis Zigeuner dann im Oktober 2006 plötzlich verstarb.
Es kam sehr plötzlich und unerwartet für uns und ich vermisse ihn sehr.
Aber er hat einen schönen Tod gehabt, er war nicht krank und mußte nicht leiden.
Er ist einfach friedlich eingeschlafen.

So, nun noch ein wenig zu mir:
Ich bin all die Jahre ein regelrechtes Überraschungspferd gewesen.
Als Fohlen kam ich dunkelbraun auf die Welt, das ging dann in schwarz über, von schwarz ging es dann ins Anthrazit.
Nun bin ich ein Apfelschimmel mit weißen Kopf und schwarzer Mähne.

....die Beine sind einfach zu lang... Ein Platz in der Sonne....

Ich bin sehr Menschenbezogen, aufgeschlossen, freundlich, manchmal auch etwas zickig und dickköpfig.
Ich kann aber auch sehr arrogant sein und durch die Weide stolzieren wie ein Pfau, als wolle ich sagen:
" Seht her, ich bin die Schönste."
Und mal unter uns gesagt:
Tief in mir weiß ich, ich bin es auch...*mal frech grins* .
Ich bin sehr selbstbewusst und auch neugierig.
Wenn mir etwas fremd und suspekt erscheint siegt aber meist meine Neugierde, oder besser gesagt, meine Wißbegierde.
Das ist echt sehr hilfreich, weil ich dann auch nicht so schnell in Panik und Angst gerate.
Denn eigentlich will ich dann ja doch wissen was da so unheimlich ist.
Und so taste ich mich vorsichtig heran, gespannt wie ein Pflitzebogen, um zu schauen was das wohl für ein Ungeheuer ist.
Natürlich bin ich darauf gefaßt mich schnell von dannen zu machen, doch das ist bisher selten vorgekommen, ...hihi, ich bin schon ein mutiges Mädl.
Aber mal ehrlich gesagt, das ich nicht so ängstlich bin, das habe ich von Zigeuner gelernt, er hatte vor sooo vielen Sachen keine Angst, ihm kam in der Wildnis gar nix komisch vor.
Talentiert und lernwillig bin ich auch, ich mag Dressur bis zu einem gewissen Grad,es sollte nur nicht zuviel werden, dann mag ich nicht mehr, dann kommt mein Dickkopf durch.
Auch das Springen bereitet mir Freude, vor allem über Zäune, wenn ich der Meinung bin, das auf der anderen Seite das bessere Gras steht, sehr zu Dagmar's Leidwesen.
Im Gelände fühle ich mich auch recht wohl, da gibt es ja sooo viel spannendes zu sehen.
Also ich bin einfach vielseitig einsetzbar.
Obwohl das für Dagmar nicht wichtig ist, denn sie möchte nicht mit mir in Reithallen und auf Turniere gehen.
Nein, sie liebt die Ausritte in der Natur. Sie sagt:" Es gibt nichts schöneres, als mit einem verlässlichen Pferd in die Natur, tief in den Wald zu reiten.
Die Natur und Ruhe auf sich wirken zu lassen, findet sie unheimlich beruhigend und vor allem entspannend.
Ja, da stimmt das Sprichwort:
"Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde!"
Etwas verwöhnt hat Dagmar mich auch.
Mit ihrer ruhigen Art und den vielen Streicheleinheiten, welche sie gerecht an Zigeuner und mich verteilte, hat sie uns ein schönes Beisammensein beschert.
Natürlich hatte sie auch immer Leckereien mit dabei, doch auch ohne Leckereien mag ich sie gern bei mir haben.
Tiefe Männerstimmen mag ich überhaupt nicht.
Ich hatte meist mit Dagmar und ihrer Freundin zu tun, und bin daher Männerstimmen nicht wirklich gewohnt.
Die sind meist lauter und klingen nicht sooo lieb.
Aber beim Füttern sind sie gerade mal so ok, so als Futtermeister halt.
Dagmar fühlt sich bei uns so unendlich wohl.
Sie kann hier traurig sein, und sie erzählt uns alles.
Wir hören ihr geduldig und gern zu.
Wir bemerken ihre Stimmung und gehen darauf ein.
Wenn es ihr nicht gut geht tröste ich sie.
Manchmal schubse ich sie dann, möchte ihr so Mut machen und ihr etwas von meiner Stärke geben.
Wir haben aber auch eine Menge Spaß zusammen.
Dann können wir uns beide gegenseitig necken.
Es ist einfach schön mit ihr.
Bei uns kann sie so sein, wie sie ist.
Ohne Maske und Mauer um sich herum,hier muß keine Fassade aufrecht erhalten bleiben.
Sie kann mit uns lachen und auch traurig sein, sie darf mir sogar ins Fell weinen, danach geht es ihr dann besser und dann wenden wir uns wieder den schönen Dingen des Lebens zu.

Ich mit Dagmar und Besuch im Mai 2000...

....bin ich aber fotogen....

Nun werde ich für Thabita weiterschreiben.
Sie ist nun seit April 2007 in neuen, lieben Händen untergebracht.
Sie ist in einen neuen Stall gekommen, aber hier bei uns im Ort.
Hin und wieder höre und sehe ich noch etwas von ihr.
Ich bin wirklich froh, das sie gut untergekommen ist.
Der Stall wurde extra für sie neu gestaltet.
Sie hat täglich Weidegang und sie wird von ihrem Mädel betüdelt und bewegt.
Nun habe ich erfahren, das Thabita zur Zeit bei einem Hengst ist...
Ja, die Kleine darf Mama werden.
Juchu...bin wirklich gespannt was das für ein Fohlen wird.
Nach den Strapazen wird sie dann mit ihrem Mädel in den Reiturlaub fahren.
Och menno, ich freue mich wirklich für sie.
Vor gut 2 Wochen habe ich einen Eintrag im Gästebuch von Thabita's neuer Besitzerin bekommen.
Wir sind nun in telefonischen Kontakt getreten. Sie hat mich eingeladen Thabita zu besuchen.
Heute war ich nun das Erste Mal dort. Das war schon klasse.
Ich finde Thabita hat ganz liebe und nette Menschen dort um sich. Darüber freue ich mich besonders.
Thabita fühlt sich dort auch richtig wohl. Eine riesige Wiese hat sie, da kann sie sich richtig austoben.
Wow, die ist mal richtig hell geworden. Und bei meiner Ankunft lag sie gerade am Boden und wälzte sich genüsslich.
Ich werde nun bestimmt öfter mal bei ihr vorbeischauen und so wird man hier bestimmt hin und wieder etwas neues von ihr lesen.
Freundlichen Gruß
Dagmar
